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Dafne-Fantasien

Uraufführung

Kooperation zwischen Theater&Philharmonie Thüringen
und Mitteldeutsche Barockmusik in Sachsen Sachsen-Anhalt und Thüringen e.V. (MBM)


Die zur Eröffnung des Heinrich-Schütz-Musikfestes 2011 in Kooperation zwischen Theater&Philharmonie Thüringen und Mitteldeutsche Barockmusik in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen e.V. (MBM) herausgekommene Produktion DAFNE-FANTASIEN wird im September 2012 wiederaufgenommen und in Gera, Altenburg und Torgau gezeigt.

DAFNE-FANTASIEN nennen die Künstler ihr Figurentheater mit Musik nach der „Tragicomedia von der Dafne“. Die Musik der Oper von Heinrich Schütz ging zwar verloren, aber anhand des erhaltenen Librettos und Oeuvres des Komponisten ließen sich bezaubernde Fantasien entwickeln.

Die Batzdorfer Hofkapelle unter Leitung von Stephan Rath spielt Musik von Heinrich Schütz, Claudio Monteverdi, Jacopo Peri, Adam Krieger und Zeitgenossen. Dichtung, Musik und Bild – eine Dreiteilung, die in der Aufführung erhalten bleibt, so Regisseurin Astrid Griesbach, die sich für die alte japanische Puppentheaterform des Bunraku entschieden hat, die ebenso wie die Musik von Heinrich Schütz 400 Jahre alt ist. Das bedeutet, die Puppenspieler sind mit großen Puppen, die sie oft gemeinsam führen, auf der Bühne sichtbar und agieren stumm. Es spielen Marcella von Jan, Christine Müller, Lys Schubert und Sebastian Putz. Der Sprecher – die Schnittstelle zwischen Bild und Musik – ist auch ein Puppenspieler, Mathias Lenz. Den Gesangspart übernehmen Birte Kulawik (Sopran), Heidi Maria Taubert (Sopran), Benjamin Glaubitz (Tenor), Michael Schaffrath (Tenor) und Johannes G. Schmidt (Bass).

Die Sage von der keuschen Nymphe Dafne, in die sich der Gott Apoll verliebt, und der als Rettung vor seiner Verfolgung nur die Verwandlung in einen Lorbeerstrauch bleibt, ist ein beliebter Stoff der Kunstgeschichte, erzählt er doch nicht nur von Liebe und Flucht, sondern von Begehren und Obsession. Unzählige Dichtungen, Gemälde und Musikstücke behandeln diesen Kampf der Nymphe. 1627 schuf der größte deutsche Komponist des 17. Jahrhunderts Heinrich Schütz die frühbarocke Musik zur ersten deutschen Oper „Tragicomedia von der Dafne“.

Das Puppentheater von Theater&Philharmonie Thüringen und die Batzdorfer Hofkapelle brachten bereits 2002 gemeinsam mit großem Erfolg die Händel-Oper „Aci, Galatea und Polifem“ heraus.